Überstreichen von Ausbesserungen wie ein Profi – für eine glatte und gleichmäßige Oberfläche

Überstreichen von Ausbesserungen wie ein Profi – für eine glatte und gleichmäßige Oberfläche

Wenn kleine Risse, Bohrlöcher oder Unebenheiten in der Wand ausgebessert sind, steht der nächste Schritt an: das Überstreichen. Doch genau hier zeigt sich oft, ob die Arbeit wirklich professionell wirkt. Übergänge zwischen gespachtelten Stellen und der alten Farbe können sichtbar bleiben, wenn man nicht sorgfältig vorbereitet und richtig streicht. Mit ein paar bewährten Techniken gelingt es jedoch, eine makellos glatte und gleichmäßige Oberfläche zu erzielen. Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ausbesserungen wie ein Profi überstreichen.
Gründliche Vorbereitung ist das A und O
Ein perfektes Ergebnis beginnt lange bevor der Pinsel die Wand berührt. Sobald die Spachtelmasse vollständig getrocknet ist, sollten Sie die reparierten Stellen mit feinem Schleifpapier (Körnung 120–180) glätten. Fahren Sie mit der Hand über die Fläche – selbst kleinste Kanten oder Vertiefungen werden später sichtbar, wenn sie nicht beseitigt sind.
Anschließend entfernen Sie den Schleifstaub gründlich mit einem trockenen Tuch oder einem Staubsauger mit Bürstenaufsatz. Staub verhindert, dass die Farbe richtig haftet, und kann zu ungleichmäßigen Flächen führen.
Grundierung auf den ausgebesserten Stellen auftragen
Ein häufiger Fehler ist, die gespachtelten Bereiche ohne Grundierung zu überstreichen. Spachtelmasse saugt Farbe stärker auf als die restliche Wand, was zu Flecken oder Glanzunterschieden führen kann. Verwenden Sie daher eine geeignete Wandgrundierung auf Wasserbasis und tragen Sie sie gezielt auf die reparierten Stellen auf. Nach dem Trocknen entsteht eine gleichmäßig saugende Oberfläche, die optimal für den Anstrich vorbereitet ist.
Wenn Sie viele Ausbesserungen vorgenommen haben, empfiehlt es sich, die gesamte Wand zu grundieren. Das sorgt für ein einheitliches Erscheinungsbild – besonders bei hellen Farbtönen oder matten Farben.
Die richtige Farbe und das passende Werkzeug wählen
Für ein professionelles Ergebnis ist es wichtig, dieselbe Farb- und Glanzart zu verwenden, die bereits auf der Wand vorhanden ist – zum Beispiel Dispersionsfarbe oder Latexfarbe. Wenn Sie unsicher sind, nehmen Sie ein kleines Farbmuster oder ein Foto mit in den Baumarkt. Dort kann man Ihnen helfen, den passenden Farbton und Glanzgrad zu finden.
Verwenden Sie eine hochwertige Farbrolle mit der richtigen Florlänge: kurze Florlänge (8–10 mm) für glatte Wände, längere (12–14 mm) für strukturierte Oberflächen. Für Ecken und Kanten eignet sich ein schräger Pinsel, mit dem Sie präzise Linien ziehen können.
Nicht nur die Ausbesserung überstreichen
Ein häufiger Anfängerfehler ist, nur direkt über die reparierte Stelle zu malen. Dadurch hebt sich der Bereich oft farblich oder strukturell ab. Besser ist es, die gesamte Wand oder zumindest ein komplettes Wandfeld zwischen zwei Ecken oder Leisten zu streichen. So verschwinden Übergänge, und die Fläche wirkt gleichmäßig.
Arbeiten Sie dabei „nass in nass“ – also ohne Pausen, bis ein Abschnitt vollständig gestrichen ist. Das verhindert sichtbare Ansätze und sorgt für eine gleichmäßige Struktur.
Zwei Anstriche für ein perfektes Ergebnis
Auch wenn ein einziger Anstrich verlockend erscheint: Zwei Schichten Farbe liefern ein deutlich schöneres und haltbareres Ergebnis. Der erste Anstrich deckt und bindet, der zweite sorgt für die gleichmäßige Farbwirkung und die finale Oberfläche. Lassen Sie die Farbe zwischen den Anstrichen vollständig trocknen – beachten Sie dazu die Angaben des Herstellers auf dem Farbeimer.
Bei dunklen Farbtönen kann eine leicht getönte Grundierung helfen, schneller eine vollständige Deckung zu erreichen.
Das Ergebnis im richtigen Licht prüfen
Nach dem Streichen sollten Sie die Wand sowohl bei Tageslicht als auch bei künstlicher Beleuchtung betrachten. Schräges Licht zeigt oft kleine Unebenheiten, die während der Arbeit nicht auffielen. Kleine Stellen lassen sich leicht mit etwas Farbe und einer kleinen Rolle nachbessern.
Ein professionelles Ergebnis entsteht nicht nur durch Technik, sondern auch durch Geduld und ein Auge fürs Detail.
Pflege und kleine Ausbesserungen im Alltag
Auch die schönste Wand bleibt nicht ewig makellos. Bewahren Sie daher einen Rest der Farbe in einem gut verschlossenen Behälter auf, um kleine Kratzer oder Flecken später auszubessern. Rühren Sie die Farbe vor der Verwendung gründlich auf, damit der Farbton gleich bleibt.
Mit sorgfältiger Vorbereitung, den richtigen Materialien und etwas Geduld können Sie Ausbesserungen so überstreichen, dass die Wand aussieht, als wäre sie nie beschädigt gewesen – ganz ohne professionelle Hilfe.













